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		<title>Schattenzeitbriefe</title>
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		<title>See.quenz.brief 1</title>
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		<pubDate>Tue, 03 Aug 2010 19:01:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>summertimegirl</dc:creator>
				<category><![CDATA[Sehnsuchtssätze]]></category>

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		<description><![CDATA[Geliebter Mensch in der Ferne, dieser Brief beginnt mitten dort, wo ich Dich zurückgelassen habe: in meinem Leben.  An jeden Ort an dem Du dich nicht entscheiden kannst zu sein, und der doch Deine Handschrift trägt, wie vieles in mir. Dein Bier im Kühlschrank, deine Musik auf der Festplatte und kleine blaue Flecken in meinen [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=verlorenebriefe.wordpress.com&amp;blog=3903140&amp;post=30&amp;subd=verlorenebriefe&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Geliebter Mensch in der Ferne,</p>
<p>dieser Brief beginnt mitten dort, wo ich Dich zurückgelassen habe: in meinem Leben.  An jeden Ort an dem Du dich nicht entscheiden kannst zu sein, und der doch Deine Handschrift trägt, wie vieles in mir. Dein Bier im Kühlschrank, deine Musik auf der Festplatte und kleine blaue Flecken in meinen Augen. Auch Tiefschläge hinterlassen Spuren, ebenso wie Tränen, wie das Vergehen der Zeit.</p>
<p>Ich backe Scones, um mich an Schottland zu erinnern und trinke friesischen Tee mit Kluntje, um zu vergessen, dass nicht nur Du ins Exil gegangen bist, sondern ich schon vor langer Zeit. Dann lehne ich meinen Kopf an die Wand und lausche Deinem Herzschlag, der sehr nah klingt und doch unberührbar entfernt ist auf der anderen Seite.<br />
Dann erinnere ich mich an das was Du über das Bauchgefühl sagst und bekomme Magenschmerzen, höre auf unsere Sprachstreitigkeiten und hoffe auf Rhythmusstörungen.</p>
<p>Dann male ich mitten in der Nacht neue Bilder für ein Märchenbuch und schreibe den Herzensfrauen, die mich verstehen und doch für krank halten, dann höre ich Jazz, mit jener Leichtigkeit und jenem Schmerz, die ich zuletzt spürte, als ich voller Sehnsucht nach Dir an dem Hafen stand, in dem mein Herz ruht.</p>
<p>Damals, als wir uns noch vermissten, mit jener Sehnsucht, in der nur der Herzschlag die Zeit vorgibt, und sich Entfernungen nur in Zentimetern messen lassen, mit jener Sehnsucht, die einen zurück und doch an neue Orte bringt. Damals als wir uns noch vermissten, mit jenem Verlangen, in dem nur Deine Haut mich wärmen konnte, in dem nur Deine Stimme meine Ohren erreichte, mit jenem Verlangen, das einen verbrannte, damit man wie ein Phoenix von neuem verlangen konnte.</p>
<p>Damals war meine Welt noch in Ordnung und ich schrieb Dir grüne Briefe von sonnigen Wiesen, liebevolle Worte aus windigen Ecken. Damals lag meine Welt zu deinen Füssen, heute tut es mein Stolz und diese sinnlose Hoffnung, die wie Lakrize schmeckt, die ich nie mochte.</p>
<p>Ich habe mit dem Rauchen aufgehört. mit Kaffee. mit Schokolade. und mit all den anderen Männern…</p>
<p>Ich habe mit dem Warten angefangen und gleichzeitig aufgehört. Damals, als ich merke Du wartest nicht mehr auf mich. weil ich schon da war. in Deiner Welt. Ein Goldfisch in einem sicheren Glas.</p>
<p>Das war nicht sicher, das war einsam. Wie eine Umarmung mit dem Gedanken an jemand anders, oder jenen Umarmungen, die übriggeblieben sind, gestern, vom letzten Fest, der letzten Beziehung, der letzten Tour. Resteficken ist eindeutig harmlos.</p>
<p>Restnähe jedoch – bringt dich um den Verstand.</p>
<p>Folglich sendet Dir</p>
<p>sich nach der Sehnsucht sehnende Grüße</p>
<p>die Unverständige</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/verlorenebriefe.wordpress.com/30/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/verlorenebriefe.wordpress.com/30/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/verlorenebriefe.wordpress.com/30/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/verlorenebriefe.wordpress.com/30/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/verlorenebriefe.wordpress.com/30/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/verlorenebriefe.wordpress.com/30/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/verlorenebriefe.wordpress.com/30/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/verlorenebriefe.wordpress.com/30/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/verlorenebriefe.wordpress.com/30/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/verlorenebriefe.wordpress.com/30/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/verlorenebriefe.wordpress.com/30/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/verlorenebriefe.wordpress.com/30/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/verlorenebriefe.wordpress.com/30/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/verlorenebriefe.wordpress.com/30/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=verlorenebriefe.wordpress.com&amp;blog=3903140&amp;post=30&amp;subd=verlorenebriefe&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Thursday.sblue.s Brief</title>
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		<pubDate>Thu, 01 Jul 2010 20:46:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>summertimegirl</dc:creator>
				<category><![CDATA[bitterböse]]></category>

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		<description><![CDATA[Geliebter Mensch in der Ferne, ich lausche der Nacht und Deinem Schweigen, das andauert, während ich mit den Resten einer Krankheit und dem wildwüchsigen Efeu in meinem Garten kämpfe. Das Telefon habe ich abgeschaltet, um den Anruf, der nicht kommt sicher zu verpassen. Meine Sorgen um dich habe ich in buntes Zellophanpapier gewickelt und neben [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=verlorenebriefe.wordpress.com&amp;blog=3903140&amp;post=27&amp;subd=verlorenebriefe&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Geliebter Mensch in der Ferne,</p>
<p>ich lausche der Nacht und Deinem Schweigen, das andauert, während ich mit den Resten einer Krankheit und dem wildwüchsigen Efeu in meinem Garten kämpfe.</p>
<p>Das Telefon habe ich abgeschaltet, um den Anruf, der nicht kommt sicher zu verpassen. Meine Sorgen um dich habe ich in buntes Zellophanpapier gewickelt und neben die Sehnsucht, die  türkischen Honigstücken gleicht, in den Kühlschrank gelegt.</p>
<p>Das Thermometer zeigt immer noch 28°, nachts um 11, und mir ist kalt ohne Deine Haut an meiner, ohne Deinen Atem in meinen Nacken. Mir ist kalt ohne Deine Worte am Ohr, die die Stille durchbrechen, die sich seit Stunden enger um mich zieht.</p>
<p>Ich lese alte Texte und versuche mich in alte Gefühle zu finden, die mich schon durch viele Nächte trugen. Wondratschek schrieb einst: eine Nacht ist lang genug um durchzudrehen. Ich drehe seit Stunden Eiswürfel sinnlos mit einem Strohhalm in einem Glas, erst rechts, dann links, dann mit und gegen die Uhr, die mir unerbittlich vorführt, dass die Zeit weitergeht. Ohne zu fragen.</p>
<p>Ich verstricke mich in Gedanken an Freiheit und führe all die Gespräche mit Dir zu denen mir meist die Zeit fehlt, während ein verlorener Nachtfalter zum 18. Male versucht in meinem Augenwinkel zu landen.  Diese Nacht ist ebenso endlos wie der Tag davor und ich versuche mich Wort um Wort hindurchzukämpfen.</p>
<p>Die Worte, die nur Dir gehören, und die ich Dir nie gesagt habe, bleiben dabei auf der Strecke. Krötenwanderungen sind für Frösche nicht der richtige Weg, Sicherheit ist nur ein Schild am anderen Ende, und alles was ich fühle hat kein Gewicht.</p>
<p>Schwerelos fallen die Buchstaben auf Papier, das sich zerknüllen und verbrennen lässt. Ich züchte mir ein Nachtmottenrudel als Begleitung für diese Nacht und verschlucke mich an dem, was Du mir bedeutest, ebenso wie an der Angst.</p>
<p>Ich male weiße Punkte auf farblose Marienkäfer und rote Schutzzeichen auf meine Haut, trinke Pfefferminztee in allen Variationen und lausche den beruhigenden Lügen der anderen.</p>
<p>Meine Augen schreiben: Liebe in endlos farblosen Schnörkeln auf deinen Körper, den ich nicht fassen kann, während ich mir die Finger verknote und auf die Unterlippe beisse, bis es blutet.</p>
<p>Ich warte. auf den Wahnsinn. oder auf Dich.</p>
<p>Je nachdem, wer schneller sein wird.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/verlorenebriefe.wordpress.com/27/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/verlorenebriefe.wordpress.com/27/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/verlorenebriefe.wordpress.com/27/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/verlorenebriefe.wordpress.com/27/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/verlorenebriefe.wordpress.com/27/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/verlorenebriefe.wordpress.com/27/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/verlorenebriefe.wordpress.com/27/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/verlorenebriefe.wordpress.com/27/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/verlorenebriefe.wordpress.com/27/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/verlorenebriefe.wordpress.com/27/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/verlorenebriefe.wordpress.com/27/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/verlorenebriefe.wordpress.com/27/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/verlorenebriefe.wordpress.com/27/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/verlorenebriefe.wordpress.com/27/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=verlorenebriefe.wordpress.com&amp;blog=3903140&amp;post=27&amp;subd=verlorenebriefe&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title></title>
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		<pubDate>Tue, 13 Apr 2010 17:55:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>summertimegirl</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>

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		<description><![CDATA[Geliebter Mensch in der Ferne, wieder ist eine unserer Reisen zu Ende gegangen. Wir sind uns begegnet, erneut, in dieser Stadt, die nie Dein Gesicht, aber manchmal deine Stimme für mich tragen wird. Ich trug Trauer, bevor ich den Boden neben die Wellenkante setzte, in meiner Hand kein Koffer, ich reiste mit leichtem Gepäck und [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=verlorenebriefe.wordpress.com&amp;blog=3903140&amp;post=25&amp;subd=verlorenebriefe&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Geliebter Mensch in der Ferne,</p>
<p>wieder ist eine unserer Reisen zu Ende gegangen. Wir sind uns begegnet, erneut, in dieser Stadt, die nie Dein Gesicht, aber manchmal deine Stimme für mich tragen wird.</p>
<p>Ich trug Trauer, bevor ich den Boden neben die Wellenkante setzte, in meiner Hand kein Koffer, ich reiste mit leichtem Gepäck und leichtem Herzen zu Dir.</p>
<p> Nun schreibe ich Dir, mit verschorften Fingern und Streifen im Blick aus meinem Café um die Ecke, vor mir eine Kaffeetasse – es ist die vierte, um genau zu sein, und einer der unzähligen kleinen Blöcke, die sich seit Anbeginn unserer Zeit mit grünen Buchstaben an Dich füllen.</p>
<p> Ich werfe den Tauben vor meinen Füssen mordende Blicke zu, aus der leisen Verachtung, die nur jene kennen, in deren Träumen Möwen über den Himmel kreischen und die Luft nach Freiheit und Fisch riecht.</p>
<p> In meinem Postschließfach habe ich einige unserer Briefe gefunden, zusammengebündelt, mit einem roten Absperrband aneinandergeknotet. Unsere Worte lösen sich ebenso schwer voneinander wie unsere Blicke manchmal.Und wenn sie töten könnten, wäre ich am Wochenende noch unzählige Tode mehr gestorben.</p>
<p>Selbst in meinen Briefen schreibe ich sie Dir nicht, die kleinen Messer, die sich fort weg unter meiner Haut sammeln und mit meinen Blicken Sätze in Deine Gedanken schneiden müssten.</p>
<p>Sie stellen keine der unzähligen Fragen, die sich jetzt im Licht der Sonne langsam verflüchtigen, wie der leise Geschmack von Anis auf der Zunge, der mich immer an Dich erinnert, wenn ich in Dublin bin.</p>
<p>Das ist weder logisch, noch ist es passend.</p>
<p>Hinter einer Fensterscheibe im Nebenhaus dreht ein Goldfisch verzweifelt seine Runden in einem Glas und ich spüre diesen unbestimmten Schmerz, ohne Ziel, ohne Grund. Auch diesen schreibe ich Dir nicht, ebenso wenig wie die kleinen Alltagsmomente, die Amarettini, die letzte Zigarette, das Königsschaukelpferd oder die Kirschen. Besonders die Kirschen verschweige ich Dir.</p>
<p>Ich hätte sie Dir gerne auf deinen Körper gemalt, Samstag Nachmittag, als die Sonne durch die grellen Lichter der Karusselle ersetzt wurde und das Schweigen zwischen uns jene Mattigkeit erlang, die sonst nur guter Sex und durchgemachte Nächte mit sich bringen.</p>
<p>Ich habe auch das nicht getan, mir auf die Finger gebissen und dich beobachtet, wie der Maler, der ich nie sein werde. Meine innere Kamera hat einen Film gedreht, schwarz-weiß, anrüchig und unterlegt mit jenem leisen Pfeifen, dass mir Gänsehaut über den Rücken jagt.</p>
<p>Du weißt welches ich meine…</p>
<p>Und doch, Du hast keine Ahnung wer Du mir bist, und ich sehe davon ab es Dir zu sagen.</p>
<p>Meine Worte verklingen vor den Distanzen auf unserem Globus, auf dem sich immer mehr Fähnchen versammeln, die zeigen wo wir waren. Jeder von uns auf einer Reise, von der wir uns Polaroidbilder ebenso schicken wie leere Worte und sprachlose Gedanken.</p>
<p>Meine verpacke ich zwischen Knäckebrot und einem Glas Apfelgelee, sie sind gut eingelagert für die kalte Zeit, in der die Postboten mich selten finden, neben all den ungeschickten Briefen, den unerwünschten Träumen und jenen Phantasien, deren Inhalte ich dir nur nachts, leise, am Ufer mitteilen kann.</p>
<p>Ich verneine sie nicht, diese Sehnsucht, nach deiner Hand in meinem Nacken, nach deinem prüfenden Blick, nach dieser leisen Verachtung, die sich in unbemerkten Momenten hinter deinen Augen zeigt. Dann flüchte ich in den 7. Stock, schmolle im Treppenhaus um doch zurückzukehren.</p>
<p>Ich verneine es nicht, das Verlangen nach Dir, nach den Bildern, die nur Du auf meine Haut malst und die Art, wie nur Du mir unter die Haut gehen darfst.</p>
<p>Sie ist lang die Leine, an der Du mich hältst, so lang, dass ich sie manchmal kaum spüre. Zu anderen Zeiten raubt mir selbst ihre Existenz den Atem. Ich reise sehr gut dank der Flügel, die Du mir einst mitbrachtest, von einer anderen Reise, zu einer anderen Zeit. Damals weilte ich im Süden, ermüdet von der Hitze auf der Suche nach einem Menschen, der meine Sprache versteht.</p>
<p>Sie ändern ihre Farbe mit jeder meiner Stimmungen, während Frau Huhn langsam genug vom Kaffee hat und einen Spaziergang vorschlägt.</p>
<p>Jeder meiner Schritte bringt mich dabei dem Wasser näher, dass hier die Tendenz hat von oben zu fallen, statt sich konventionell  flach vor mir auszubreiten. Leider war ich schon immer ver.rückt, und die Begleitung durch ein Huhn mag dies zementieren.</p>
<p>Statt dessen breite ich vor Dir das Bild der Scherben und des Abrisschutts um mich herum aus, vor meiner Tür eine Baugrube, in meinem Herzen ein Wespennest.</p>
<p>Während Du schweigst schreibe ich Dir eine Nacht. Eine weitere Nacht schweige ich. In den verbleibenden verheddere ich mich in der Leine und strebe meiner Freiheit entgegen.</p>
<p>Wildgewordenes Herumflattern verbindet mich und Frau Huhn immer wieder.</p>
<p>Wir verschütten ein bisschen Kaffee über diesen Brief und suchen Deine Spuren auf unserer Haut.</p>
<p>Frei und andererseits untrennbar verbunden, auf eine unfassbare Art, verbleibe ich</p>
<p>Die Schreibende.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/verlorenebriefe.wordpress.com/25/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/verlorenebriefe.wordpress.com/25/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/verlorenebriefe.wordpress.com/25/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/verlorenebriefe.wordpress.com/25/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/verlorenebriefe.wordpress.com/25/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/verlorenebriefe.wordpress.com/25/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/verlorenebriefe.wordpress.com/25/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/verlorenebriefe.wordpress.com/25/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/verlorenebriefe.wordpress.com/25/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/verlorenebriefe.wordpress.com/25/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/verlorenebriefe.wordpress.com/25/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/verlorenebriefe.wordpress.com/25/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/verlorenebriefe.wordpress.com/25/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/verlorenebriefe.wordpress.com/25/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=verlorenebriefe.wordpress.com&amp;blog=3903140&amp;post=25&amp;subd=verlorenebriefe&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Kurzhaarbrief</title>
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		<pubDate>Sat, 11 Jul 2009 21:40:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>summertimegirl</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>

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		<description><![CDATA[Frau in der Ferne, die Du neben meinen schlaflosen Träumen aufwachst&#8230; Ich schreibe Dir, weil ich ihm nicht schreiben kann, dem Menschen, den wir beide lieben. Es ist nicht der gleiche Mann, aber der selbe Mensch, die Form, die danach zerbrochen, oder viel zu oft wiederbenutzt wurde. Seine Stimme hat aufgehört in meinem Leben zu [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=verlorenebriefe.wordpress.com&amp;blog=3903140&amp;post=19&amp;subd=verlorenebriefe&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span dir="ltr" lang="de">Frau in der Ferne,</p>
<p>die Du neben meinen schlaflosen Träumen aufwachst&#8230; Ich schreibe Dir, weil ich ihm nicht schreiben kann, dem Menschen, den wir beide lieben.<br />
Es ist nicht der gleiche Mann, aber der selbe Mensch, die Form, die danach zerbrochen, oder viel zu oft wiederbenutzt wurde.</p>
<p>Seine Stimme hat aufgehört in meinem Leben zu singen, er hat sich in einer Vernunft eingekettet, die ihn zwingt ständig unter Wasser zu atmen. Dein Atem schweigt nachts in Erwartung, neben meinen Tränen, und kurz vor dem Ersticken zerfallen die Worte zu einem hilfesuchenden Griff.</p>
<p>Is duty a reason for living in a lie?</p>
<p>Die Liebe, mein Herz, ist das schmerzlichste Gut, das wir teilen. Wir wissen um sie und ihre Ausschliesslichkeit &#8211; deshalb verstehen wir nicht, wie wir so ausgeschlossen sein können.<br />
Wir bestehen aus Warten, wie eine Flamme, die bei jedem kleinen Windzug erlöschen kann &#8211; und wissen, dass er sie einst auspusten wird, in einem unbedachten Moment, mit jener Nonchalance, die wir so an ihm schätzten.<br />
Wir berühren ihn, und er uns bis auf die Knochen, bis tief unter die Knochenhaut.  Alle anderen Berührungen fühlen sich falsch an, wie Stacheldraht, wie die Billigkugellampen aus dem Supermarkt, an denen ich mir so gerne die Finger verbrenne.</p>
<p>In Erinnerung träume ich jedes seiner Worte erneut, von Nacht zu Nacht.<br />
Ich fürchte mich vor dem Schlafen &#8211; und vor dem Aufwachen ohne ihn noch mehr.</p>
<p>Noch schaue ich dem Spiegel beim Atmen zu, die Frau darin hat kurze Haare, in jenem Schmutzigrot, das nur hoffnungsloser Herbst mit sich bringt. Letztes Jahr um diese Zeit lernte ich fliegen. Wir schnitten uns die Haare, ritsch, die Schere war nichteinmal rostig, und flochten aus den Resten eine Rettungsleine.<br />
Nur wissen wir nicht wen wir retten wollen.<br />
Ihn, dich, mich, das Kind dessen Vater er hätte werden können, das Kind dessen Vater er ist, die verlorenen Träume oder die gestohlene Zeit.<br />
Wir retteten eine Zeitung von gestern vor dem Ertrinken&#8230;<br />
Im Sünden nichts neues.</p>
<p>Nun sitze ich auf erkalteten Erinnerungssteinen, neben mir ein Bier und die Zigaretten jener Marke, die ich nur rauche, weil er sie raucht.<br />
Ich weiß nicht ob er es noch tut, und bin mir doch sicher das.</p>
<p>I know him inside out.</p>
<p>Wahre Liebe stirbt nie, heisst es so schön, doch wir wissen es besser. Sie stirbt nicht, aber man kann sie ermorden. sie oder sich selbst.</p>
<p>Ich backe Möwenkekse und warte auf Dich.<br />
Ich weiß Du wirst hier vorbeikommen, auch wenn ich mir wünschte, dass es anders wäre.</p>
<p>Doch in jedem Geheimnis wohnt eine Lüge.<br />
Erst wenn sie zerbricht, spürst du das Glas auf dem Du wandelst.</p>
<p>Weil Du Spuren hinterlässt.</p>
<p>Auch in mir.</p>
<p>Warte ich hier.</p>
<p>S.</span></p>
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